So bewässern Sie Ihren Garten richtig

By | Juli 25, 2016

Falsche Gartenbewässerung mit dem Gartenschlauch ist nicht selten für große Schäden verantwortlich. Aber welche Gartenbewässerung ist denn nun richtig? Welche Fehler sollten nach Möglichkeit unbedingt vermieden werden? Zu welcher Uhrzeit sollte mit dem Gartenschlauch bewässert werden und wann besser nicht? Für all diese und noch weitere Fragen gibt es im Folgenden einige Antworten.

Welcher ist der beste Zeitpunkt für die Gartenbewässerung?

Das Ziel der Gartenbewässerung mit dem Gartenschlauch oder sonstigen Bewässerungsanlagen ist natürlich, dass so viel Wasser wie möglich in den Boden einsickern kann und dadurch an die Wurzeln gelangt. Der Boden ist zwischen drei und vier Uhr morgens am kühlsten. Aus diesem Grund ist dies der beste Zeitpunkt zum Gießen. Schön und gut, aber jeden Morgen so früh aufstehen? Dies macht nun wirklich keiner gerne. Deshalb raten Experten immer wieder zu einer Gartenbewässerung, die mit Zeitschaltuhr arbeitet. Wem die Kosten dafür zu hoch sind, sollte an warmen Tagen zumindest früher aufstehen. Immerhin ist es besser, die Pflanzen um sieben Uhr morgens, als acht Uhr abends zu gießen. Auf jeden Fall sollte nicht in der Mittagssonne gegossen werden, da dies reine Wasserverschwendung ist. Zu dieser Tageszeit sind der Boden und die Luft so warm, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Auch abends ist dies an heißen Tagen der Fall. Zudem kann abendliches Gießen die Konsequenz haben, viele Schnecken anzulocken. Auch können die Blätter über Nacht nur schlecht trocknen, sodass Pilzkrankheiten drohen.

Die Blätter nicht bewässern

Sollen Stauden, Hecken, Gehölz oder Gemüsepflanzen bewässert werden, ist es sinnvoll, dabei den Gartenschlauch und nicht den Rasensprenger zu verwenden. Der Rasensprenger ist nur ideal für größere und freie Flächen. Mit Sprinkleranlagen gelangt zu viel Wasser auf den Blättern der Pflanzen. Auf den Blättern verdunstet das Wasser entweder zu schnell oder kann im schlimmsten Falle Pilzkrankheiten begünstigen, da es nur langsam trocknet.

Die Gartenbewässerung an heißen Tagen

Ist eine Hitzewelle in Aussicht, ist es wichtig, dass der Rasen nicht zu kurz und ohne Fangkorb gemäht wird. Es ist von Vorteil, wenn der Schnitt auf dem Rasen liegen bleibt und somit als Mulch dient. Dieser kann die Feuchtigkeit speichern und vor Austrockung schützen. Als kleiner Tipp: Wird ein Marmeladenglas auf den Rasen gestellt, der Sprinkler gestarten und ist dann ca. 1,5 cm hoch Wasser im Glas, sind die Halme ausreichend versorgt worden. Auch nach dem Gewitterregen sollte der Gartenschlauch gezückt werden, da der Schauer oft nur die Erdoberfläche befeuchtet.

Keine Überversorgung

Wer die Pflanzen zu oft mit dem Gartenschlauch oder sontigen Anlagen bewässert, macht sich nur unnötige Arbeit. Ratsam ist es aus diesem Grund, die Gartenbewässerung nur dann zu starten, wenn die Pflanzen schon fast ihre Blätter hängen lassen. Somit werden die Pflanzen dazu gezwungen, lange und viele Wurzeln zu bilden, um sich ausreichend viel Flüssigkeit aus dem Boden holen zu können. Im besten Falle trägt das sogar dazu bei, dass die Pflanzen länger blühen. Beim Rasen kann ähnlich vorgegangen werden. Herrscht Trockenheit sollte die Fläche ein oder zweimal pro Woche durchfeuchtet werden. Hierbei rät der Bundesverband Einzelhandelsgärtner zu ca. 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter. Wichtig ist aber zu beachten, dass die Gräser unter den Bäumen häufiger Wasser benötigen, weil sich auch der Baum daran bedient.

Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Wilhelmine Wulff / pixelio.de